Vorstellung Timur Tagiyev

Wir stellen unsere aktuellen Stipendiaten in loser Folge vor. Den Anfang macht Stipendiat Timur Tagiyev, der seit Oktober 2025 durch die Helmut Schönenkorb Stiftung im Studienfach M. Sc. Business Administration – Finance an der Universität zu Köln gefördert wird.


Was treibt mich an?
Mich treibt der Wille an, das Beste aus meinen Mögllchkeiten zu machen und jüngeren Menschen zu zeigen, dass man mit Disziplin jeden Weg schaffen kann. Ich möchte Chancen nicht nur für mich nutzen, sondern am Ende auch etwas an die Gesellschaft zurückgeben.


Was macht Sie aus?
Als ich mit acht Jahren aus Aserbaidschan nach Deutschland kam und im Asylheim aufwuchs, habe ich schnell gelernt, was Durchhaltevermögen heißt. Mein Weg von der Realschule bis an die Universität hat mich extrem geprägt. Genau diese Reise macht heute meine Resillienz, meine Zielstrebigkeit und meine Disziplin aus.


Was macht Ihren Blickwinkel auf die Welt besonders?
Durch meinen Weg habe ich gelernt, mich mühelos in unterschiedlichsten sozialen Umfeldern zu bewegen und mit Menschen verschiedenster Hintergründe auf Augenhöhe zu kommunizieren. Dieser Perspektivwechsel ermöglicht es mir, komplexe Lebensrealitäten besser zu verstehen und hohe Empathie aufzubringen. Ich sehe Herausforderungen daher oft aus Winkeln, die anderen verborgen bleiben.

„Das Stipendium bedeutet für mich vor allem die Chance, als Vorbild voranzugehen und zu zeigen, was möglich ist. Gleichzeitig ist es eine starke Wertschätzung für meinen bisherigen Weg und eine spürbare Entlastung im Alltag.“

Timur tagiyev


Wodurch kam Ihre Leidenschaft für Ihr Studienfach?
Mein erster prägender Berührungspunkt mit dem Kapitalmarkt war das Börsenspiel der Kreissparkasse während meiner Realschulzeit im Fach Sozialwissenschaften. Diese praktische Erfahrung hat sofort meine Faszination für wirtschaftliche Zusammenhänge und Finanzmärkte geweckt. Seitdem hat mich die Leidenschaft, diese Mechanismen tiefgreifend zu verstehen, nicht mehr losgelassen.


Was haben Sie nach dem Studium vor?
Für meine berufliche Zukunft halte ich mir viele Türen offen, da mich vielfältige Bereiche begeistern. Wichtiger als ein starrer Karriereplan ist mir jedoch, dass mein Weg erfüllt ist und Raum für persönliches Wachstum lässt. Das oberste Ziel bleibt für mich, nach dem Studium ein gesundes, glückliches und selbstbestimmtes Leben zu führen.


Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft?
Für meine persönliche Zukunft wünsche ich mir finanzielle Unabhängigkeit und das Glück, eine gesunde und starke Familie aufzubauen. Mein größtes Ziel ist es, meine eigenen Vorhaben konsequent zu verwirklichen, um eines Tages voller Stolz und Zufriedenheit auf mein Leben zurückblicken zu können.


Wie stellen Sie sich Deutschland im Jahr 2035 vor?
Deutschland im Jahr 2035 sehe ich an einem Wendepunkt zwischen bestehenden Herausforderungen und neuen Chancen. Die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit erfordert ein fundamentales Umdenken, bei dem auch eine stärkere Kapitalmarktorientierung zu mehr Innovation und Wachstum beitragen kann. Ich stelle mir ein Deutschland vor, das diese Krise als Chance begreift, um zukunftssicher, wirtschaftlich stark und gesellschaftlich geeint dazustehen.