Erfahrungsbericht PME-Konferenz in Helsinki

07.08.2026 | Unsere Stipendiatin Maja Wurth reiste in diesem Sommer unter anderem mit unserer Unterstützung zu einer internationalen Konferenz in die finnische Hauptstadt. Die Konferenz der „International Group for the Psychology of Mathematics Education“ zählt zu den größten und bedeutendsten Konferenzen der Mathematikdidaktik. Dieses Jahr nahmen 789 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 51 verschiedenen Ländern teil.

„Die Konferenz war eine auf allen Ebenen bereichernde Erfahrung. Sie fand an sechs Tagen meist von 9 Uhr bis 19:15 Uhr statt. Der Tagesablauf setzte sich aus Zeitslots verschiedener Veranstaltungsformate zusammen. Der Tag begann meist mit einer Plenary Lecture (Hauptvortrag). Anschließend folgten Research Reports, Research Forums, Oral Communications, Poster Sessions und Working Groups.

Zu ausgewählten Zeiten wurde in Kleingruppen gearbeitet. Ich habe mich dazu entschieden, an der Arbeitsgruppe ‚Ecological Methodologies for Mathematics Education Research‘ mitzuarbeiten. Dabei habe ich Offenheit und Wertschätzung der internationalen Forschenden erlebt. Ich durfte an den Diskussionen auf Augenhöhe teilnehmen und meine Diskussionsbeiträge wurden ernst genommen. Das war für mich eine wirklich schöne Erfahrung.

Auf der Konferenz wurde sichtbar, wie breit die Mathematikdidaktik als Forschungsfeld aufgestellt ist. Dies bezieht sich nicht nur auf die fachmathematischen und fachdidaktischen Aspekte, sondern auch auf die Vielzahl von Perspektiven, aus denen diese betrachtet werden. Einige dieser Perspektiven waren für mich ganz neu und zunächst nicht so leicht zu verstehen. Hilfreich für das Verständnis war der regelmäßige Austausch mit den anderen TeilnehmerInnen der Universität zu Köln und denen, die ich auf der Konferenz kennengelernt habe.

Einer der gewinnbringendsten Aspekte dieser Konferenz war für mich das Networking. Es gab stets eine außergewöhnlich offene und herzliche Atmosphäre. Ich hatte die Möglichkeit, mit ForscherInnen, die mich sehr inspirieren, persönlich und ungezwungen zu sprechen. Auch einige, die ich im Rahmen meiner Bachelorarbeit oder meines Studienprojekts zitiert habe, konnte ich persönlich kennenlernen.

Insgesamt war die mehrtägige Konferenz in Helsinki für mich eine unglaublich spannende Woche. Ich bin total inspiriert und motiviert für meine eigene Forschungstätigkeit. Ich habe wissenschaftliches Arbeiten bzw. die Wissenschaft aus einer neuen Perspektive kennengelernt und zahlreiche neue Impulse erhalten sowie internationale Kontakte geknüpft, die ich auch in Zukunft aufrechterhalten und weiterführen möchte.

Vielen Dank, dass ich diese große Chance wahrnehmen durfte!“

Maja Wurth (links im Bild)