Erfolgreicher Auftakt zur Netzwerkreihe „Mission Zukunft!“

Was bringt ein All-Tag für den Alltag?

02.05.2026 |Es war eine überaus gelungene Premiere: Die Kölner Helmut Schönenkorb Stiftung hatte am Mittwochabend (29. April) zur ersten Ausgabe ihrer neuen Veranstaltungsreihe „Mission Zukunft!“ in die Abtei Brauweiler geladen. Dort trafen sich Studierende, Stipendiaten, Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zum anregenden Austausch – und zum unterhaltsamen Erkenntnisgewinn, für den Referent Ulrich Schmid, Senior-Berater des Vorstands am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln, verantwortlich zeichnete. Unter dem Titel „Für die Erde ins All“ ließ Schmid das Publikum teilhaben an seinen Erfahrungen, die er als sogenannter „Mission Manager“ bei den ISS-Einsätzen der deutschen Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer gesammelt hatte. Es war ein anekdotenreicher Vortrag des erfahrenen Referenten Schmid, zugleich gesättigt mit Informationen rund um die ISS-Missionen, die das Publikum in Staunen versetzte, zu Fragen animierte und zum anschließenden Austausch ermunterte.

Sehr zur Freude von Patrick Schäfer: „Der Abend hat eindrucksvoll unseren Titel ‚Mission Zukunft‘ erfüllt“, resümierte das Vorstandsmitglied der Helmut Schönenkorb Stiftung: „Denn Zukunft entsteht nicht allein durch Wissen. Zukunft entsteht durch Begegnung und Austausch, mit unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Ideen. Genau in dieser Vielfalt liegt eine große Chance – und solche Netzwerke ermöglichen Inspiration.“

Dies galt nicht zuletzt für die Stipendiaten, die an diesem Abend in die Abtei Brauweiler gekommen waren. Unter ihnen auch zahlreiche Studierende mit einem Deutschlandstipendium, das von der Helmut Schönenkorb Stiftung in Kooperation mit den beiden bedeutenden Hochschulen der Stadt, der Universität zu Köln sowie der TH Köln, gefördert wird. „Beide Hochschulen stehen für wissenschaftliche Exzellenz, innovative Forschung und eine enge Verbindung zwischen Wissenschaft und Praxis. Durch diese Kooperationen können wir gezielt junge Talente unterstützen, die das Potenzial haben, unsere Zukunft aktiv mitzugestalten“, sagt Schäfer.

Referent Volker Schmid vermittelte eindrucksvoll, was ein All-Tag für den Alltag bringen kann. Denn auf der ISS seien „Experimente möglich, die in keinem Labor der Erde gemacht werden können“, erklärte der Raumfahrt- und Systemingenieur, der einst selbst an der FH Aachen und im niederländischen Delft studiert hatte. Mehr als 5000 wissenschaftliche Experimente wurden im Laufe der Jahre auf der ISS bereits durchgeführt – von der Suche nach der der besten Betonmischung bis hin zur Entwicklung und Testung von Medikamenten gegen Osteoporose. „Der Weltraum entwickelt sich immer mehr zum Wirtschaftsraum mit Gamechanger-Potenzial für terrestrische Anwendungen“, sagt Schmid, der sich einst selbst von Captain Kirk und dem Raumschiff Enterprise begeistern ließ – und nun die nächste Generation begeisterte, auch mit handfesten Anekdoten vom „Bonus-Food“ oder zu knapp geratener Unterwäsche.

Die juvenile Neugierde des akademischen Nachwuchses, das war am Premierenabend der Netzwerkveranstaltung „Mission Zukunft!“ in der Abtei Brauweiler spürbar, gibt Anlass zur Hoffnung. Auch für Patrick Schäfer von der Helmut Schönenkorb Stiftung aus Ehrenfeld, der sich von dem Abend begeistert zeigte: „Die Energie, Ideen und das Engagement der jungen Leute erinnert uns daran, warum wir uns überhaupt für Bildung einsetzen. Die großen Fortschritte unserer Gesellschaft entstehen aus Ideen, und Ideen entstehen in den Köpfen von Menschen. Deshalb ist es so wichtig, Exzellenz zu fördern. Das schließt auch Haltung und die Bereitschaft ein, sich für andere einzusetzen. Die Helmut Schönenkorb Stiftung wurde gegründet, um genau solche Talente zu unterstützen. Wir fördern Persönlichkeiten. Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen, die bereit sind, ihr Wissen nicht nur für sich selbst zu nutzen, sondern auch für unsere Gesellschaft.“ Egal, ob auf der Erde oder im All. Auf jeden Fall dürfte es bei der nächsten Netzwerkveranstaltung der Reihe „Mission Zukunft“ im Herbst irdischer zugehen.

Bilder: ©Sebastian Vietor